Ich bin 1970 in Berlin-Mitte geboren, Monbijoustraße 4 aufgewachsen, am Koppenplatz und später in der Auguststraße zur Schule gegangen. 1984 erfolgte die Ausreise nach Westberlin. Dort ging ich, wegen der Fremdsprachenfolge Russisch, auf das allseits beliebte Hans-Carossa-Gymnasium. Dort machte ich 1990 mein Abitur und begann das Studium der Geografie, Kartografie und Biologie an der Freien Universität in Berlin. Mein Examen machte ich 1996. Den ersten Job als Landschafts- und Gewässerökologin nahm ich in Hamburg an, danach wechselte ich an das Landesumweltamt in Potsdam.

Meine Liebe zur Kunst, Menschen mit meinen Arbeiten glücklich zu machen, ließ mich 2001 meinen Job an den Nagel hängen. Ich meldete mich arbeitslos und setzte meine Idee von einer eigenen „Galerie für Kinder und Erwachsene“ in Hamburg um. (Mein Drang nach Selbstständigkeit und künstlerischem Dasein waren einfach größer, als mathematische Meßverfahren zu entwickeln, nach denen man den Degradationszustand von natürlichen Fließgewässern mit einer maximalen Wasserspiegelbreite von 10 m erfassen, bewerten und dokumentieren kann. Alles klar?!)
Gute zwei Jahre dauerte es dann, bis ich 2003 die Türen dieser einzigartigen Galerie öffnen konnte. Ein besonderer Antriebsmotor war, dass ich Kindern aus bildungsfernen Haushalten die Möglichkeit geben wollte, sie unentgeltlich in kleinen Malgruppen, für Kunst und Kultur zu begeistern. Am Ende jedes Malkurses gab es eine Ausstellung für die Kinder. Mein weiteres Schaffen lag in Hamburg darin, Auftragsarbeiten anzufertigen oder meine ureigenen Ideen auf Papier zu bringen. Den Stil den ich male, kann man gut in die Pop Art legen. Gute fünf Jahre existierte die Kinder-Galerie Oskar. Da ich trotz meines Künstlerdaseins in Hamburg immer wieder Heimweh nach Berlin hatte, schloss ich 2007 die Türen, ging mit meinem Mann nach Berlin und richtete mein Atelier in Berlin Dahlem ein.

Meinen Zeichenstil und die Hauptschwerpunkte meiner Arbeit sehen Sie, wenn Sie die Themen meiner Homepage aufrufen oder auf der Startseite direkt ein Fenster anklicken.

Da ich unter anderem für die Firma Buddy Bär GmbH tätig bin, entstanden seit 2008 wunderschöne Buddy Bären, Postkarten, ein Malbuch für Kinder, Trinkbecher und eine kleine Kollektion von Kindershirts. All diese Artikel können sie in vielen Geschäften in und außerhalb Berlins bewundern und kaufen oder auch im Internet.

Meine ganz eigene Idee für Berlin und seine Fans war es, eine Pop Art Currywurst zu kreieren. Eine Currywurst nicht wie meist dargestellt in einem ollen, muffigen Braun oder anderen wurstähnlichen Farben, sondern Anjas Wurst sollte bunt und poppig sein, mit meinen, so wie ich sie sehe und zeichne, Berliner Sehenswürdigkeiten darin. Die „Popkultur der Currywurst“ für mein Berlin war damit geboren. Was da auf Papier entstand, setzte ich später in eine Currywurst-Taschenkollektion um. Meine Würste mögen am Leibe eines Menschen durch die Stadt wackeln. Wackel, wackel! Bewundern können Sie jene Currywurst Bags „Made in Germany!“ auch unter www.wackelwurst.de.

Doch tummel ich mich nicht nur auf dem Berliner Merchandising Markt. Ich fertige weiter individuelle Auftragsarbeiten auf relativ großen Leinwänden an oder zeichne das, was mir gerade in den Sinn kommt, ich darstellen möchte. Auch Skulpturen aus Keramik können dabei sein.

Sie sehen, Kreativität kann man nicht lernen und ein Autodidakt, wie ich es bin, hat wahnsinnig viel Freude an seinem Schaffen, denn man darf eines nie vergessen, es entsteht immer wieder etwas Neues!

Kauperts Buddy Bär. 2011. Artist Anja Boje.